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Elbenwald-Festival

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Cottbuser holen Game-of-Thrones-Stars nach Deutschland

Junge Menschen aus Deutschland, Österreich und Luxemburg feiern beim Elbenwald-Festival sich und die Welt des Fantasy. Der Starfaktor ist hoch. Und Cottbus ist auch dabei.
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Zum zweiten Mal haben die Cottbuser Gründer vom „Elbenwald“ Online-Versand Schauspieler*innen, Autor*innen, und gut 3000 Fantasy-Begeisterte in den Eventpark Luhmühlen in der Nähe von Lüneburg geholt. Die Veranstaltung versteht sich als Mix aus Musikfestival und Gruppentreffen. Abends treten Bands von Hip Hop bis Mittelalter-Folk auf, tagsüber gibt es Workshops, Autogrammstunden, Lesungen.
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Zaubern, tanzen, Stars treffen

Als Jack Gleeson, Tom Wlaschiha und Finn Jones die Bühne im Hauptzelt zur Fragestunde betreten, wird es laut. Jubelnd, klatschend, schreiend begrüßen die überwiegend jungen Fans ihre Idole. Die drei Schauspieler sind durch die Fantasy-Serie Game of Thrones bekannt geworden und sorgen gemeinsam mit Harry-Potter-Schauspielerin Katie Leung für einen Hauch von Hollywood. Neben Frage- und Autogrammstunden mit den Stars gibt es fantastisch anmutende Workshops, in denen man alles rund ums Magische und Mittelalterliche ausprobieren kann. 
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Die klassische Unterkunft auf einem Festival ist natürlich das Zelt. Die Vielfalt reicht vom geradeso aufrecht stehenden Ein-Personen-Zelt bis zur Jurte. Über so manchem Zelt wehen Fahnen in den Farben der Hogwarts-Häuser aus dem Harry-Potter-Universum. Auffällig ist im Vergleich zu anderen Festivals der nächtliche Geräuschpegel. Wenn das letzte Konzert zu Ende ist, tendiert er gegen Null. Das mag auch am jungen Publikum liegen: Die Zielgruppe ist unter 20 Jahre alt, einige sind mit ihren Eltern auf dem Festival. 
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Zwei Bühnen gibt es auf dem Elbenwald-Festival: Im Hauptzelt Fan-Dome finden die Konzerte statt, hier stellen sich die Schauspieler*innen den Fragen ihrer Fans und diese knabbern an den Fragen von Olaf Pöschk - der Cottbuser ist mit seinem Seitenquiz vor Ort und stellt Rätsel rund um Serien- und Animekultur. 
Im Hobbitbau geht es etwas gemütlicher zu. Hier treten die Gauckler von Fozzarello auf, außerdem gibt es Lesungen und der eine oder andere Youtube-Star lässt sich blicken.
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An jedem Festivaltag veranstaltet Olaf Pöschk aus Cottbus ein Quiz. Beim Nerd-Quiz am Freitag müssen Serien-Sofas erkannt und Digimons gezeichnet werden, am Samstag kommen alle Zauberei-Fans beim Harry-Potter-Quiz auf ihre Kosten. Seit 2012 steht Olaf Pöschk mit seinem Seitenquiz auf der einen oder anderen Bühne. Der Fundus an Fragen für die Festival-Ausgaben war entsprechend riesig. „Ich habe noch nie so lange für die Vorbereitung gebraucht“, sagt der Cottbuser. 900 Bilderrätsel haben er und sein Kollege Georg Martin in den Jahren entwickelt, zwei davon haben es ins Nerd-Quiz geschafft.
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Hemd, Krawatte, Zauberstab: Die Fans der Jugendromanreihe Harry Potter bilden die größte Fangruppe auf dem Elbenwald-Festival. Sie können in Verteidigung gegen die dunklen Künste oder beim Nachsitzen bei Prof. McGonagall den selbst gebastelten Zauberstab schwingen.
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Hinter dieser etwas kryptischen Überschrift verbirgt sich das Highlight für viele Festivalgäste. Drei Schauspieler der Fantasy-Serie Game of Thrones (GoT) geben sich die Ehre: Jack Gleeson,  Tom Wlaschiha und Finn Jones. Beim Q&A - Question and Answers - beantworten sie die Fragen ihrer Fans. 
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Finn Jones mimte in Game of Thrones den Ritter Loras Tyrell. Bei der Fragestunde wird er von einem Serienfan gefragt, mit welcher anderen Figur er gern eine gemeinsame Szene in der Serie gehabt hätte. Seine Antwort hört ihr im Video.

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Anreise

Schon Boromir aus Der Herr der Ringe wusste, dass man nicht einfach ins Blaue hinein aufbrechen sollte. Nicht nach Mordor, aber auf den Weg zum Elbenwald-Festival haben sich auch die RUNDSCHAU-Volontärinnen Liesa und Josi gemacht – die eine mit der Bahn, die andere mit dem Auto. 13 Uhr wollen sie sich auf dem Festival treffen. Ob das klappt? Lest selbst!
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Der frühe Vogel fängt den Wurm, sagt man gerne. Deshalb klingelte mein Wecker heute auch schon 5.50 Uhr. Ist nicht meine Zeit, aber was tut man nicht alles für das ultimative Festival-Erlebnis. Das Wetter meint es gut mit mir und so starte ich bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Lüneburger Heide. 13 Uhr bin ich mit Liesa auf dem Festival verabredet und das sollte doch zu schaffen sein. Elbenwald, ich komme.
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Es soll ja Menschen geben, die sich früh um sieben in ein Auto setzen, um quer durch Deutschland zu fahren. Ich nehme lieber den Zug und der fährt erst gegen 10 Uhr. Mein Wecker klingelt deshalb auch erst in einer guten Stunde.
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Erster Stopp bei meinen Eltern im Berliner Speckgürtel. Da liegen mein Zelt, Schlafsack und meine Isomatte – direkt daneben: ein einzelnes Dosenbier. Meine Eltern meinen es anscheinend gut mit mir. Kurze Zeit später muss ich mich schon das erste mal entscheiden, auf welchen Stau ich eher Lust habe: Den im südlichen Berliner Ring, der derzeit eine einzige Baustelle ist. Oder doch lieber auf den im Berliner Stadtverkehr. Ich entscheide mich für die Route quer durch Berlin. Und natürlich war das die falsche Entscheidung: Drei Staus durch drei Unfälle später, renne ich der Zeit schon jetzt ziemlich hinterher. Liesa hat es da vermutlich um einiges entspannter.
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Bisher klappt alles wie am Schnürchen. Andererseits bin ich erst seit drei Minuten unterwegs, im ersten von insgesamt fünf verschiedenen Verkehrsmitteln, die mich bis nach Luhmühlen bringen sollen. Gerade fahre ich mit der U-Bahn zur Friedrichstraße, von dort geht es mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, wo hoffentlich der ICE wartet, mit dem ich dann nach Hamburg fahre. Noch habe ich mit meinem Wanderrucksack niemanden unabsichtlich zu Fall oder zumindest aus dem Gleichgewicht gebracht. Bei gerade einmal zwei gefahren Stationen ist das allerdings auch keine Kunst.
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Erste Toiletten-Pause und die habe ich mir langsam ziemlich verdient. Eigentlich wollte ich schon viel weiter sein und so langsam denke ich auch, dass öffentliche Verkehrsmittel wesentlich entspannter sind. Der Frust steigt, weil ich zudem die ersten Verluste erleiden musste: Meine Sonnenbrille ist zerbrochen. Na toll. Nur wenige Minuten später stellt sich heraus, dass das auch nicht schlimm ist, denn plötzlich gießt es aus Eimern. Das kann was werden.

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Wir stehen mitten auf der Strecke. Planmäßig hält der ICE zwischen Berlin und Hamburg eigentlich nicht. Dann die Durchsage: bisher acht Minuten Verspätung. Dabei stand der Morgen bisher im Zeichen der Pünktlichkeit: Die U-Bahn war pünktlich (kommt meistens vor, ich habe trotzdem zwei Bahnen als Puffer eingeplant), ich war pünktlich (kommt manchmal vor und ist der eigentliche Grund der zwei Pufferbahnen), der ICE war pünktlich (kommt auch vor). In 32 Minuten sollte ich in Hamburg sein und so langsam wage ich zu behaupten, dass meine Anreise stressfreier und entspannter als Josis wird.

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So, es ist 13 Uhr und ich bin in Lauenburg – das ist aber nicht Luhmühlen. Bis zum dortigen Eventpark ist es nochmal eine Stunde Fahrtzeit. Ich komme also zu spät. Liesa, tut mir echt leid, wenn du warten musst!
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Vor zwanzig Minuten bin ich mit dem Regionalzug in Lüneburg angekommen. Von hier fährt stündlich ein Shuttle zum Festivalgelände. Wo der abfährt, ist nicht zu übersehen: Gut 50 junge Menschen mit charakteristischem Gepäck (Wurfzelte, Umhänge, Zauberstäbe) warten schon auf den Bus. Der sollte eigentlich genau jetzt abfahren, ist aber weit und breit nicht in Sicht.

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Mit ganzen sieben Minuten Vorsprung kam Liesa zuerst auf dem Festivalgelände an. Zwar nicht wie geplant um 13 Uhr, aber immerhin eher als Josi.

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Nicht viel später kommt dann auch Josi auf dem Festivalgelände an. Eigentlich hatte sie sich das ganz anders vorgestellt, erzählt sie im Video. 

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Josi und Liesa haben sich gefunden - jetzt kann es losgehen. Vor ihnen liegen zweieinhalb Festivaltage mit Bands, Schauspieler*innen und verkleideten Fans. Abreisen werden sie übrigens gemeinsam mit Josis Auto.
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Publikum

Auf dem Elbenwald-Festival treffen verschiedene Fandoms aufeinander: Der Herr der Ringe und Der Hobbit von J.R.R. Tolkien, Harry Potter, Star Wars und Game of Thrones kennt hier jede*r. So manche Festivalbesucherin wandelt verkleidet als ihre Lieblingsfigur über das Gelände.
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Mit Professorin McGonagall (links) aus dem Harry-Potter-Universum legt man sich besser nicht an. Sie ist für ihre Strenge, aber auch ihre Fairness bekannt. Freundlicher blicken da der Halbriese Hagrid und die Fette Dame. Vor dem stets grummeligen Hausmeister Filch nimmt man sich auch besser in Acht. Die vier sind professionelle Cosplayer*innen, die von den Veranstaltern für das Festival gebucht wurden.
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Harry Potters Lieblingssport ist Quidditch. Dabei jagen die Spieler*innen auf Besen Bällen hinterher. In der nicht magischen Variante bleiben die Spieler*innen mit beiden Füßen fest auf dem Boden - einen Besen(stiel) brauchen sie trotzdem. 
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Harry-Potter-Fans wissen: Der Fluch "Avada Kedavra" ist verboten, denn er bedeutet den Tod. Nicht immer geht es so friedlich wie beim Quidditch zu: Hier erledigt Bösewicht Gellert Grindelwald das Harry-Potter-Äquivalent aus "Fantastische Tierwesen", Newt Scamander.
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Ein Fandom wäre ja auch langweilig: Christian und Christina vom Bodensee flanieren als Gandalf der Graue aus J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe und Professor Snape aus Harry Potter von Joanne K. Rowling über das Gelände.
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Aus dem Tolkien-Universum ist man einige unheimliche Figuren gewohnt: Dennis vom Niederrhein stapft als Ork über das Gelände und macht böse Miene. Unter der Kluft steckt aber ein freundlicher Cosplayer, der für die Tolkien-Gesellschaft unterwegs ist, um neue Mitglieder zu werben (oder zu fangen).
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... steckt in diesen beiden Kostümen. Johanna (rechts) hat die Elben-Outfits für sich und ihre Freundin Katharina selbst genäht. Die beiden sind aus Österreich bis nach Luhmühlen gereist.
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Und auch Star Wars darf auf dem Elbenwald-Festival nicht fehlen: Pauline aus Erfurt als Star Wars-Roboter BB-8 hat ihren Jedi-Ritter Maximilian (aus dem immerhin keine Lichtjahre entfernten Chemnitz) durch Zufall vor Ort kennengelernt. Möge die Macht mit ihnen sein!
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Aktivitäten

Der Cottbuser Olaf Pöschk füllt eigentlich Bars in Cottbus, Berlin, Hoyerswerda und weiteren Städten mit seinem Seitenquiz. Das „Nerd-Quiz“ auf dem Festival ist eine ganz andere Herausforderung: „Die Leute schlittern hier zumeist zufällig rein und ich muss sie erst gewinnen.“ Das klappt beim Elbenwald-Publikum besonders gut mit Referenzen zur Serien- und Fantasy-Kultur: „Spiele einen Anime-Song, dann hast du sie.“
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Auf dem Elbenwald-Festival gibt es vor allem Workshops für Harry-Potter-Fans: Zauberstab basteln, Nachsitzen bei Professorin McGonagall, Verteidigung gegen die dunklen Künste... Allerdings gibt es nur wenige Plätze. Wer einen eigenen Zauberstab gestalten möchte, muss etwa eineinhalb Stunden anstehen.
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Wer es in einen Workshop geschafft hat, kann dann zum Beispiel lernen, wie man aus Teeblättern die Zukunft deutet, natürlich mit einem ironischen Augenzwinkern.  
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Quidditch ist der beliebteste Sport im Harry-Potter-Universum. Für alle, die nicht fliegen können, gibt es eine Variante, die laufend gespielt wird. In der Fan-Szene haben sich Teams gegründet, die regelmäßig trainieren. Olympisch wird das Spektakel vorerst nicht. 
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Wer sich schon immer einmal wie der Elb Legolas aus Tolkiens "Der Herr der Ringe" fühlen wollte, hat beim Elbenwald-Festival Gelegenheit dazu. Rundschau-Volontärin Josephine Japke lässt sich die Chance nicht entgehen und beweist Treffsicherheit am Bogenschießstand.

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Falko Fritz  vom Verein Hammaborg zeigt Rundschau-Volontärin Liesa Hellmann, wie man sich gegen einen Angriff mit dem Schwert verteidigt. Der Verein rekonstruiert spätmittelalterliche Fechtkunst. Ihre Quellen sind Fechtbücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert, in denen Fechtmeister ihre Tricks und Techniken erklären.

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Großer Beleibtheit erfreuen sich die Gaukler der Trommel-Combo Forzarello. Julian Breitschwerdt und Tim Hellebrand jonglieren, trommeln und albern herum. 
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Festivalcheck

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